Neues von aleri

04.11.2018

Clean Coder Marcus Biel beim OpenPlenum

Beim offenen Veranstaltungsformat OpenPlenum konnten Gäste aleri intensiv kennenlernen.

aleri OpenPlenum

Am 26. Oktober 2018 war es wieder soweit: aleris aller Standorte kamen nach Hamburg, um miteinander Wissen zu teilen und Erfahrungen auszutauschen. Ein Format von Mitarbeitern für Mitarbeiter, das sechsmal im Jahr stattfindet. Und doch war dieses Plenum ein ganz besonderes: wir nennen es OpenPlenum.

Denn dabei dürfen uns Bewerber, Partner und Kunden einen Tag lang begleiten, um aleri kennenzulernen, mit uns zu lernen und mit uns in einen regen Austausch zu gehen.

Marcus Biel - Software Craftsman

Um den Blick über den eigenen Tellerrand zu weiten, haben wir Marcus Biel als externen Speaker eingeladen. Vielen ist er als Mitbegründer der Clean Code Academy [cleancodeacademy.com] bekannt. Marcus Biel ist ein viel gefragter Redner zum Thema Clean Code und Mitglied im JCP Java Community Process Program. Wir sind sehr stolz, dass wir einen seiner Vorträge exklusiv auf unserem Open Plenum hören durften.

Marcus Biel bezeichnet sich selbst als Software Craftsman – und er vermittelt sein Handwerk gerne. Seinen Vortrag „A craftsman’s guide to designing clean architecture eröffnet Marcus Biel mit der Frage, was eine gute Software-Architektur auszeichnet? „Sie sollte simpel sein“, lautet seine Antwort. Von Microservices hält er nicht wirklich viel, da sie „irgendwann zu komplex und nicht mehr pflegbar werden“. Eine klare Absage an das neue Allheilmittel für flexible, skalierbare und performante Software-Architekturen als Königsweg!?

Die Grundlage einer guten Architektur ist also Einfachheit, und das auf allen Ebenen – die der Methoden, Klassen, Pakete oder Module. Ein Schlüsselkonzept für saubere Architekturen ist aus Marcus Biels Sicht, „technische Schulden“ zu vermeiden. Daher ist er ein großer Verfechter des Domain-Driven-Designs als Grundlage seines Ansatzes einer Hexagonalen Architektur. Diese zielt auf eine verbesserte Wartbarkeit ab, so dass Code langfristig weniger Pflegearbeit erfordert. Mehr dazu erfahren Sie unter bit.ly/HexagonalArchitecture.

Eigentlich geht es bei einer sauberen Software-Architektur also in seinen Augen um banale Elemente der Softwareentwicklung wie Code-Größe, Bezeichner, Kapselung und Kopplung bzw. Kohäsion. Anschaulich zeigte er uns auf, wieviel Zeit man damit verbringen kann, den richtigen Bezeichner zu finden. Ist er nicht eindeutig gewählt, könne er sich bei der Weiterentwicklung zu einem „echten Bock auswachsen“, der nur aufwendig zu reparieren ist, sofern dies überhaupt möglich ist. Daher versteht Biel die Wahl eines Bezeichners als echte Teamarbeit, denn präzise Bezeichner fördern eine hohe Kohäsion* – ein Qualitätsfaktor von Clean Code.

Ganz herzlichen Dank an Marcus Biel für einen inspirierenden Vortrag, der nicht nur die Tekkies in unseren Reihen angesprochen hat.

*In der objektorientierten Programmierung beschreibt Kohäsion, wie gut eine Programmeinheit eine logische Aufgabe oder Einheit abbildet. In einem System mit starker Kohäsion ist jede Programmeinheit (eine Methode, eine Klasse oder ein Modul) verantwortlich für genau eine wohldefinierte Aufgabe oder Einheit. Quelle: Wikipedia.